Dienstag, 22. November 2016

3000

Tage online

über 8 Jahre

hab den vogel wieder gesehen

Sonntag, 20. November 2016

Habicht oder Bussard? iihh. iihh.

habicht

ich habe einen bussard gehört, einen BUSSARD!!!
spitze hohe schreie.
bei mir im innenhof. eigentlich waren es zwei. ein ruf kam aus unmittelbarer nähe, aber ich konnte ihn nicht sehen, ein anderer antwortete aus der luft, weiter weg und im flug. und dann habe ich noch einmal genauer auf den baum vor mir gespäht, durch die linse meiner kamera. und - da saß er, die sonne strahlte ihn von der seite an und ich konnte seine aufgeplusterte und schön gemusterte vorderseite erkennen. dann stieg er in die luft und verschwand hinter der brandmauer...

und wieder habe ich einen vogel zuerst durch die ohren entdeckt. und nun glaube ich, es war vielleicht doch ein habicht, der wie ein wespenbussard klingt. mmhhh...

oder-bussard

Montag, 31. Oktober 2016

cloaca maxima

die ruhe tut gut

es gibt zu wenig davon. ich meine ja nicht die abwesenheit von geräuschen an sich, sondern die abwesenheit von hässlichen menschengeräuschen. davon gibt es sehr viele.

ich höre die musik von agnes o. und fühle mich zuhause darin.
über einfachem ostinato-klavier schweben cello und gedoppelte stimmen. meine ohren sind so empfindlich. sie hat ihre eigene stimme so gepitcht, dass sie sehr dunkle und helle anteile ihrer stimme so mischt, dass bei den meisten zuhörenden genderverwirrung gestiftet wird.

vorläufig keine gruppenprozesse mehr. gruppen überfordern mich. besonders die geräusche von menschen, die ihnen selbst nicht bewußt sind, überfordern mich. ich höre sie alle wie durch einen verstärker, ich höre den aggressiven gefühlsgehalt dahinter.

ich hatte gerade 14 tage jeden tag 9 stunden gruppenprozesse mit 16 personen ohne wochenende. am schluss waren meine nerven am ende und ich bin in die luft gegangen. abgesehen von den vielen gepressten und verdrängenden psychohustern, die sich rede und antwort gaben, machten mich besonders die reinbrüller nervös. ich habe nun mal nicht so eine laute stimme und ich bin auch nicht bereit zu schreien. ich wurde so oft überbrüllt in den kursen. leute haben meine worte wiederholt und wurden gelobt. dass ich sie eigentlich zuerst gesagt habe, ist vielen gar nicht aufgefallen.

ich will mich gar nicht weiter daran abarbeiten.

ich habe also gelernt: ruhe und einsamkeit, maximal eine zweite oder dritte person, auf die ich mich konzentrieren kann. mehr ist zu viel. zu viel info, zu viel analyse, zu viel und zu weit von dem entfernt, was ich brauche.

allein kann ich meine gute energie wieder finden, den herbst sehen, die vögel hören, die kraniche immer hören bevor ich sie sehe. spüren. spüren, bevor ich sehe. ich glaube ich habe meine sensibilität wirklich unterschätzt, sie grenzt schon an ... ja an was eigentlich?! meine membranen brauchen offensichtlich nur einen bruchteil von dem, was andere an input brauchen, um in schwingung zu kommen und seismographische bilder und muster aufzuzeichnen, die dann schnell beginnen wund zu werden.

gestern bin ich mit wollmütze und motoradhelm unterwegs gewesen und ich habe mich so gut konzentrieren können und in sicherheit gefühlt, das war eine erholung.

ich wünsche mir manchmal eine cloaca maxima für all den akustischen menschlichen müll, der mich in gruppen und auch durch meine nachbarn überschwemmt, damit in meinem kopf wieder - frei von verstopfungen - meine eigene vegetation gedeihen kann, die das wohltuende herausfiltert. klares wasser, klare klänge, authentische stimmen, viele pausen und ruhe. irgendwann wieder musik.

Samstag, 7. November 2015

out of balance

die, die viel haben, werden mehr bekommen,
die, die wenig haben, werden abgeben,
die, die ertrinken, sollen wasser tragen,
die, die verdursten, sollen staub schlucken,

die, die verletzt sind, werden andere heilen.

ja, wo soll das denn hinführen?

Donnerstag, 8. Oktober 2015

klänge

sonidos

ich denke an dich...
dou fehlst mir

Sonntag, 20. Juli 2014

stop the war against gaza people!!! shame on you Netanjahu

Trauer-und-schmerz-im-Gazastreifen

Trauer und Schmerz im Gazastreifen

Foto von REUTERS Spiegel online
http://www.spiegel.de/fotostrecke/bodenoffensive-der-armee-israel-beschiesst-die-stadt-gaza-fotostrecke-117164-5.html

Verdammt, ich will nicht, dass diese Menschen eingekesselt und abgeschlachtet werden, hört sofort damit auf!

Ich weiß, wie das ist, einen geliebten Menschen auf grausame Weise zu verlieren, wie lange es schon unter friedlichen Bedingungen dauert, bis Wunden beginnen zu heilen und was dort passiert ist einfach nicht zum aushalten - für niemanden. Diese Menschen, Männer, Kinder, Frauen werden alle körperlich und seelisch auf Generationen verstümmelt, das darf die Armee Israels nicht! Es sind doch eure Schwestern und Brüder. Es sind doch Menschen. Lasst euch doch nicht so verhetzen und schaltet Herz, Verstand und Gefühl ein.

Seht hin und helft den Menschen dort, verdammt noch mal!

Donnerstag, 30. Januar 2014

liebe Grüße ausm Laden...

vorhin kam ein Mann mit weißem Rauschebart, ein bulgarischer Kniegeigenbauer, herein und hat mir einen griechischen Witz über arme Musiker erzählt, darauf hab ich mit einem dt. Witz von Christiane Rösinger über arme Musikerinnen gekontert. Danach hat er mich zu einem Konzertabend am Freitag zu sich nach Hause eingeladen.
Darauf erzählte ich ihm von meiner gestrigen Zitterpartie beim Bächlein.
Danach war ihm die schwarze Schneepfütze unter seinen Füßen peinlich, was mir aber nichts machte, weil ich so mondän gelaunt war. Dann hat er sich verabschiedet aus meinem "Paradies".
Das war insgesamt ganz nett.
Tschüß,i

wie ein ferngesteuerter eisblock

spielte ich gestern in der schönen villa meiner geigenlehrerin meine bach partita.
meine bogenhand führte ein tremorhaftes eigenleben, ein innerer motor, der auf durchhalten gestellt war ließ sich nicht steuern und trieb mich an. mehrmals versuchte ich aus dieser umklammerung auszubrechen doch atemlos erdrückte mein zitternder körper den gesang, der doch eigentlich in diesem bach stecken konnte.

ich hatte mich zuvor einige minuten im heiligen übungszimmer des mannes meiner lehrerin einspielen dürfen. dort hatte ich erstaunt die musik gehört, die konzentriert und leicht aus meinem instrument tönte. zart wie die frühlingssonne wenn sie den schnee von den ersten blumen taut. es atmete, es klang.

beim vorspiel jedoch offenbarte ich den zuhörenden ungewollt meinen seelischen und nervlichen zustand.

wie sollte auch irgendetwas in mir vor einem publikum singen nachdem ich immernoch so stark trauere und der tod meiner liebsten mich immernoch schock gefroren hat.

schon über den kurzen warmen augenblick im übungszimmer, in dem meine hand aufgetaut war, kann ich glücklich sein.

Montag, 27. Januar 2014

hab morgen geigenstunde vorm großen auftritt.

ej, heute hab ichs arbeitsamt angerufen, die haben mich jetzt bei arbeitslosen akademikern eingetütet. ich hab gesagt, dass ich auch arbeitslose klavierbauerin und arbeitslose musikerin und arbeitslose bzw. geldlose schriftstellerin und bald auch noch arbeitslose geigenladenbetreuerin bin, war denen aber egal. arbeitslose akademikerin war schon schlimm genug...
am mittwoch machense ein telefoninterview mit mir wegen meinem lebenslauf... sie wollen einen lückenlosen!

die frau am tel war nett. mal sehen wies weitergeht.
meine neue sachbearbeiterin heißt frau schreck!

tschüss,i

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